Passion

Bedeutung
Mit Passion (lat: passio = Leiden) wird die Leidensgeschichte Jesu beschrieben, wie sie in den Evangelien geschildert wird. In ihr geht es um die Frage, warum Jesus sterben musste. Die Passionsgeschichte umfasst den Todesbeschluss der Gegner Jesu, die Einsetzung des Abendmahls, den Verrat des Judas und seine Enttarnung, das Gerichtsverfahren vor Pontius Pilatus, die Leugnung des Petrus, Jesus zu kennen, die Verurteilung Jesu, seine Kreuzigung, seinen Tod sowie seine Grablegung. Die Passionserzählung ist alles andere als eine Heldengeschichte, denn der Tod am Kreuz wurde als Scheitern verstanden. Um so befreiender wirkte die Auferweckung Jesu von den Toten durch Gott.

Die Passionszeit umfasst die Zeitspanne von vierzig Tagen vor dem Osterfest, die mit dem Aschermittwoch beginnt.

Zeit des Leidens Jesu Christi

tl_files/Rekum/bilder/wissenswertes/Passion_1.jpgDie Passionszeit dient der Vorbereitung auf das Osterfest. Sie erinnert an die Leidenszeit Jesu, die mit seiner Hinrichtung am Kreuz am Karfreitag endet, und ist so eine Zeit der Besinnung und Buße.
In den Sonntagsgottesdiensten und auch in besonderen Passionsandachten dieser Wochen stehen biblische Geschichten im Vordergrund, die mit dem Leben und Leiden Jesu zu tun haben. Es gibt in dieser Zeit auch viele Filme, Passionsspiele, Musik und Konzerte, die sich um die Passion Christi drehen.

Zeit der Besinnung

Die Menschen beschäftigen sich in dieser Zeit mehr mit Grundfragen des eigenen Lebens, z.B. mit dem Sinn von Leiden, mit Ängsten und Hoffnungen angesichts des Todes, mit Fragen nach Schuld und Vergebung, oder mit Wünschen, den eigenen Lebensstil zu verändern. Christen nehmen sich in diesen Wochen bewusst Zeit zur Besinnung und Meditation. Sie besuchen Gottesdienste und Andachten. Sie fasten oder verzichten in diesen Wochen auf etwas, woran sie hängen, um sich von Gewohnheiten oder Zwängen zu befreien und um offen für Gott und die Mitmenschen zu werden.

Quelle: EKD und
Bremische Evangelische Kirche