Kirchenpräsident verurteilt Missbrauch in Kirchen

Kirchenpräsident Martin Heimbucher hat in einem ökumenischen Gottesdienst zum Reformationstag den Missbrauch in den Kirchen scharf verurteilt. „Was für ein abgrundtiefer Skandal ist es, wenn in der Kirche bis heute einzelne ihre Macht missbrauchen, um sich andere gefügig zu machen“, sagte er am Mittwoch in der Kirche der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Westoverledingen-Ihren bei Leer: „So etwas schreit nach der Befreiung, die Christus schenkt und nach der Entmachtung derer, die andere für ihre eigenen Bedürfnisse ausnutzen.“

Die Kirche sei nicht Herrin über den Glauben der Menschen, sagte der evangelische Theologe, sondern seine Dienerin. Jeder Mensch habe seine von Gott geschenkte Würde, unabhängig von dem, was er tue. „Und darum richtet die Gemeinde ihr besonderes Augenmerk auf die Menschen, die in unserer Gesellschaft nicht die Chance haben, etwas aus sich zu machen: Behinderte, Arbeitslose, Kranke, Bedürftige.“

31. Oktober 2018


Die Predigt zum Nachlesen

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